Der Milcheinschuss – Wann und Wie?

Der Milcheinschuss ist bei den meisten Frauen sehr deutlich zu spüren und kommt etwa zwei bis sieben Tage nach der Geburt. Aber keine Panik: Es gibt auch Frauen, die merken fast gar nichts davon und denken dann mitunter, er wäre ganz ausgeblieben oder die Milch würde womöglich nicht reichen. Diese Sorge ist fast immer unbegründet.

Das Kolostrum – wertvolle Vormilch

Noch bevor der Milcheinschuss stattfindet, produziert die Brust schon Milch. Schließlich braucht der Säugling ja auch in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt etwas Nahrhaftes. Wenn junge Mütter meinen, dass aus der Brust nichts herauskommt außer ein bisschen gelbe Flüssigkeit – wunderbar! Genau so muss es sein. Diese dickliche Vormilch ist nämlich das wertvolle Kolostrum. Und gerade diese Milch ist ausgesprochen wichtig fürs Baby, denn sie schützt es vor Keimen und hilft ihm dabei, Antikörper zu bilden. Genau darum ist es auch so wichtig, das Baby bereits nach der Geburt gleich anzulegen. Auch wenn es sich möglicherweise nach „nichts“ anfühlt – keine Sorge, die Natur hat es schon so eingerichtet, dass das Baby jetzt am Lebensanfang alles Wichtige und Gute mit auf den Weg bekommt. Auf jeden Fall sollte der Säugling jetzt fleißig angelegt werden, denn genau das bringt letzten Endes auch den Milcheinschuss mit sich. Außerdem sind ausreichend Ruhe und ein bisschen Gelassenheit die besten Rezepte, um die Milch zum Fließen zu bringen.

Wann kommt der Milcheinschuss?

Meistens zwischen dem 2. und dem 7. Tag nach der Entbindung und meistens leider genau dann, wenn die Hormone ohnehin gerade mal wieder verrückt spielen. Die Brust schmerzt, der jungen Mutter ist zum Heulen zumute – aber auch hier besteht kein Grund zur Sorge, selbst wenn es ganz schön anstrengend ist: das geht vorbei! Es dauert einfach ein bisschen, bis sich alles eingependelt hat und bis die Milchmenge, die jetzt produziert wird, die richtige ist. Für die eine Mutter ist der Milcheinschuss eine Qual, für die andere geht er fast unbemerkt vonstatten. Bei der einen dauert er gerade mal ein paar Stunden, bei der anderen zieht er sich über Tage hinweg. Normalerweise wird die Brust dabei richtig schwer, heiß und schmerzhaft. Lindern kann man eventuelle Schmerzen mithilfe von warmen Wickeln vor dem Stillen und kalten Wickeln danach. Die Hebamme oder die Kinderkrankenschwester im Krankenhaus werden aber hier sicher den einen oder anderen Tipp haben, um alles etwas zu vereinfachen.

Falls der Milcheinschuss dennoch auf sich warten lässt: nur die Ruhe! Dann am besten das Baby häufiger anlegen, um den Milchspendereflex anzuregen und zusätzlich viel trinken. Stilles Wasser und Kräuter- oder Stilltee sind jetzt optimal. Auch das Wechseln der verschiedenen Stillpositionen kann hilfreich sein bei der Milchbildung.

Reicht die Milch bis zum Milcheinschuss überhaupt?

Auch wenn so manche Kinderkrankenschwester womöglich etwas anderes behauptet: In der absoluten Mehrheit aller Fälle reicht die Milch natürlich aus und das Baby wird auch sicher nicht von jetzt auf nachher verhungern. Mütter, die frisch entbunden haben, sollten sich hier nicht vorschnell ein schlechtes Gewissen einreden lassen, sondern ein gewisses Selbstbewusstsein mitbringen, nach dem Motto „Die Natur hat es schon so eingerichtet, dass alle Babys nach der Geburt von ihrer Mutter gesäugt werden können.“ Und grundsätzlich stimmt das ja auch so. Außerdem dürfen Babys nach der Geburt einen gewissen Anteil an Gewicht verlieren, ohne dass dies gleich Grund zur Sorge wäre. Fängt man hingegen bereits im Krankenhaus an mit dem Zufüttern, könnte dies gleich der Anfang vom Ende sein. Erstens, weil das Baby dann vielleicht nicht mehr an die Brust will und zweitens, weil sich bei seltenem Anlegen nun mal erst recht keine Milch bilden kann. Im Zweifelsfall ist es immer gut, die Telefonnummer von einer Hebamme oder Stillberaterin des Vertrauens in die Klinik mitzunehmen und diese, wenn nötig, um Hilfe zu bitten.

Allerdings sind heutzutage ja tatsächlich die meisten Kliniken stillfreundlich und das Personal sollte sich in solchen Fragen auch gut auskennen. Es gibt aber eben auch Ausnahmen und immer noch die Situation, dass beispielsweise eine resolute Kinderschwester zur frischgebackenen Mutter sagt: „Sie wollen doch wohl Ihr Baby nicht verhungern lassen“? Dass das natürlich verunsichert, noch zumal die Hormone gerade ohnehin verrückt spielen, ist eigentlich auch klar.

Beim Stillen abnehmen

Beim Stillen abnehmen

Wer während dem Stillen abnehmen möchte, sollte einige Dinge beachten. Dass nach der Schwangerschaft nicht sofort alle Pfunde, die man in den letzten Monaten zugenommen hat wieder verschwunden sind, ist manchmal gar nicht so einfach zu akzeptieren. Viele Frauen legen während der Schwangerschaft mehrere Kilos zu – die paar Kilos, die das Baby wiegt, sind nur ein Bruchteil davon. Also ist nach der Geburt auch nicht gleich wieder das Ausgangsgewicht von vor der Schwangerschaft da – auch klar. Die gute Figur ist verschwunden, stattdessen befindet sich am Bauch nach wie vor ein viel zu großes Polster, die Brust ist deutlich vergrößert und überhaupt sind auch Beine und Po dank Wasser- oder Fetteinlagerungen einfach überhaupt nicht mehr so wie früher.

Vielen jungen Müttern kann es deswegen gar nicht schnell genug gehen mit dem Abnehmen, damit möglichst bald alles wieder so straff wird wie in alten Zeiten. Allerdings ist hierbei unbedingt ein bisschen Geduld gefragt, denn beim Stillen abnehmen ist nicht unbedingt gesund für Mutter und Kind.

Die Stillzeit – absolut ungeeignet für eine Diät

Und wenn es noch so verlockend ist: Beim Stillen abnehmen schadet dem Kind. Die Stillzeit ist die denkbar ungünstigste Zeit, um eine Diät zu beginnen. Das liegt ganz einfach daran, dass während einer Diät immer zugleich auch Schadstoffe aus dem Körper ausgeschieden werden. Ganz klar, wer diese als erstes abbekommt: der Säugling, und zwar direkt über die Muttermilch. Das bedeutet also, dass – auch wenn die Figur, die völlig aus der Form geraten ist, noch so nervt – jetzt der absolut falsche Zeitpunkt für eine Diät wäre.

Beim Stillen abnehmen – Zu wenig Nährstoffe

Außerdem kann es bei einer Diät auch immer passieren, dass es zu einem Nährstoffmangel kommt. Und natürlich ist der in der Stillzeit unbedingt zu vermeiden. Es gilt das Gleiche, wie in der Schwangerschaft: da die Frau nun zwei Personen ernähren muss, sollte sie ein besonderes Augenmerk darauf legen, was sie isst.

Gesunde und ausgewogene Ernährung ist wichtig

Das bedeutet zwar nicht, gleich für zwei zu essen, es sollte aber auch nicht heißen, Fertigprodukte, Süßigkeiten, Limonade und Chips zu sich zu nehmen. Sondern vielmehr jede Menge Gemüse (am ehesten natürlich solches, was nicht bläht), Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und hochwertige Fette, wie Oliven- oder Rapsöl. Auch Fisch sollte immer wieder auf dem Speiseplan stehen, Fleisch und Wurst hingegen eher selten bis gar nicht. Wenn die Stillende auf eine gesunde Ernährung achtet ohne Diät zuhalten, aber auch ohne Ungesundes zu essen, kommt die gute Figur irgendwann von ganz alleine zurück.

Beim Stillen abnehmen? – Sport und Rückbildung ist viel wichtiger!

Zu gegebener Zeit kann natürlich die junge Mutter auch damit wieder anfangen  Sport zu treiben, zumindest in Maßen. Von Leistungssport während der Stillzeit wird eher abgeraten; Fahrradfahren, Yoga, Tanzen, Gymnastik oder Schwimmen hingegen sind Sportarten, die auch während des Stillens ausgeübt werden können. Ganz wichtig ist der Besuch einer Rückbildungsgymnastik. Denn gerade hier, unter der Leitung einer erfahrenen Hebamme, werden wichtige Übungen zur Rückbildung der Gebärmutter, des Bauchs und zur Straffung des Beckenbodenmuskels gezeigt. Also: eins nach dem anderen! Zuerst ein paar Wochen Rückbildung, dann anfangen mit „ruhigeren“ Sportarten und wenn Baby dann abgestillt ist, kann auch wieder die erste Diät in Angriff genommen werden.

Es gilt immer noch der Spruch: „9 Monate lang hat es gedauert, bis der Bauch sich gebildet hat, ebenso lange wird es dauern, bis er wieder verschwunden ist“. Unsere Empfehlung: Beim Stillen abnehmen schadet dem Kind. Deswegen gilt: Ruhebewahren – alles zu seiner Zeit!

Baby richtig anlegen –  Aber wie?

Baby richtig anlegen – Aber wie?

Baby richtig anlegen – wieso so wichtig?

Es stimmt schon: Stillen ist die natürlichste Sache der Welt. Dennoch sind sich viele Schwangere unsicher, wenn es darum geht, das Baby richtig anzulegen. Das ist nur zu verständlich – denn woher sollten sie es auch wissen? Wenn es darum geht, das Baby richtig anzulegen, ist die Hebamme, die Stillberaterin oder die Kinderkrankenschwester im Krankenhaus die erste Ansprechpartnerin. Und die Wichtigkeit zu wissen, wie Sie das Baby richtig anlegen, sollte man keineswegs unterschätzen.

Das liegt vor allem daran, dass das Baby die Brustwarze in den Mund nimmt und dann mit ziemlich viel Kraft daran zieht – vor allem dann, wenn es keine korrekte Position hat. Zum Beispiel, wenn es einfach zu tief liegt und nicht mit der Brustwarze auf einer Höhe. Also ist es schon mal ausgesprochen wichtig, dass der Säugling nicht bei der Mutter auf dem Schoß liegt, sondern z.B. durch ein Kissen in eine etwas erhöhte Position kommt, so dass der Mund ganz bequem die Brustwarze zu fassen bekommt. Genauer gesagt, es liegt mit dem Kopf auf Höhe der Brust. Also – her mit den Kissen, besser noch wäre sogar ein Stillkissen, welches beliebig positionierbar ist und über eine ausreichende Dicke verfügt.

Verschiedene Positionen zum Baby richtig anlegen

Wenn man sich vor Augen hält, dass das Baby vor allem mit dem Unterkiefer die Milch aus der Brust herausdrückt, wird auch klar, warum es immer mal wieder in anderer Position angelegt werden sollte. Denn in der Brust befinden sich natürlich nicht nur an einer Seite die Milchdrüsen, sondern rundum. Wenn Baby immer nur an derselben Stelle die Milch herausdrücken würde, könnten sich an den anderen Stellen Schwellungen bilden. Es sollte also sinnvollerweise die Stillposition auch mal zwischendurch verändert werden – quasi im Kreis herum aber immer so, dass der Kopf auf Höhe der Brust bleibt. Das ist im Sitzen nicht immer möglich, im Bett im Liegen klappt es meist besser. Auch hier kann im Zweifelsfall sicherlich die Hebamme oder die Stillberaterin beim Baby richtig anlegen hilfreich zur Seite stehen.

Die richtige Position der Mutter

Klar, dass das Baby beim Stillen die richtigen Positionen haben sollte. Aber auch die Stillende sollte bequem sitzen! Alles andere könnte zu Verspannungen frühen oder – auch nicht besser – den Milchfluss unterbinden. Denn zu einem guten Milchfluss gehört unbedingt das sich-entspannen. Das heißt die Stillposition sollte für die Mutter so bequem wie möglich sein. Das Baby muss in der richtigen Position liegen und dort auch von alleine liegen bleiben, so dass die Stillende es nicht halten muss und beide Hände frei hat. So kann sie das Baby streicheln und verkrampft sich nicht. Der Rücken sollte gut gestützt sein, am einfachsten geht daher das Stillen – zumindest am Anfang der Stillzeit, bis sich eine gewisse Routine einstellt – auf der Couch mit diversen Kissen oder natürlich im Bett.

Wenn Sie sich beim Thema „Baby richtig anlegen“ immer noch nicht sicher sind, dann fragen Sie ihre Hebamme oder die Stillberaterin, dafür sind sie da!

Abstillen – aber richtig!

Abstillen – aber wie?

Wann ist es soweit fürs Abstillen? Auch die schönste Stillzeit geht irgendwann einmal vorbei und das ist gut so. So schön es auch ist, wenn das Baby an der Brust nuckelt, irgendwann wird es einfach Zeit für das Baby, sich „abzunabeln“, bei den Großen mitzuessen und von der Brust entwöhnt zu werden. Die Frage, die sich dabei stellt, ist natürlich nur: wann ist es soweit fürs Abstillen und wie stellt man das am besten an?

Gründe für das Abstillen

Die Gründe, um die Stillzeit so langsam zu ende gehen zu lassen, sind vielfältig. Manchmal ist es so, dass das Baby selber bestimmt, wann Schluss ist mit Nuckeln, einfach weil es das Interesse an der Brust verliert oder mehr Hunger hat und die Milch nicht mehr reicht. Manchmal braucht Baby die Brust der Mama auch nur noch zum Beruhigen oder für den kleinen Schluck zwischendurch. Oftmals ist aber auch die berufliche Situation der Mutter ausschlaggebend dafür, dass es erforderlich wird, das Baby abzustillen. Oder eine Erkrankung oder Medikamenteneinnahme hindert die Mutter daran, das Baby weiterzustillen. Was auch immer der Grund dafür ist: Das Abstillen sollte behutsam vonstatten gehen und, wenn möglich, sollte die Mutter auf ihr Gefühl und letztendlich auch auf ihr Baby hören. Einen „richtigen“ Zeitpunkt zum Abstillen gibt es nämlich nicht. Während sich das eine Baby vielleicht schon mit 6 Montan abstillt, gibt es auch andere Babys, die sogar mit 3 Jahren noch ab und zu an die Brust wollen. Das ist und bleibt eine ganz persönliche und individuelle Entscheidung, die niemand anders zu treffen hat als die Mutter und deren Baby. Die Stillkommission empfiehlt übrigens das volle Stillen des Babys bis Ende des 6. Lebensmonats und danach erst ein langsames Zufüttern. Oftmals ist das Baby dann gegen Ende seines ersten Lebensjahres ganz abgestillt. Aber eben nicht immer.

Der Abschied vom Stillen

Der einen Mutter fällt es ganz leicht, das Abstillen, unter anderem auch aus dem Grund, weil es für sie dann wieder viel größere Freiheiten und Unabhängigkeit bedeutet. Der anderen Mutter fällt es eher schwer, ihr Baby „loszulassen“ und die intime Stillbeziehung zu beenden. Aber solche Situationen wird es im Lauf des Kinderlebens immer wieder geben: Phasen, in denen es sich abnabelt und einen Schritt weiter nach vorne macht – sei es nun das Abstillen, das Laufen lernen, das in den Kindergarten gehen oder die Einschulung. Ganz klar, es ist ja eigentlich genau das, was man als Eltern will: Dass das Kind irgendwann zu einem eigenständigen Menschen heranwächst und dazu gehört eben auch, dass es sich irgendwann mal von der Mutterbrust verabschiedet und am Tisch mitisst.

Abstillen – möglichst sanft

Am einfachsten geklappt das Abstillen, wenn das Baby es selbst so will. Schwieriger wird es bei Kindern, die immer wieder, und sei es auch nur zum Beruhigen, an Mamas Brust wollen. Auf jeden Fall ist es beim Abstillen so, dass aufgrund des geringen Nuckelns und des sinkenden Hungers an der Brust – denn das Baby bekommt zu dem Zeitpunkt ja schon Brei – auch das Angebot an Milch sinkt. Irgendwann kommen also nur noch ein paar Tropfen Milch, die das Kind nicht mehr sättigen, sondern das Nuckeln hat dann wirklich nur noch einen beruhigenden Effekt. Je länger die Mutter sich Zeit lassen kann mit dem Abstillen, desto sanfter geht es meistens auch vonstatten. Ideal wäre es, über Wochen und Monate nach und nach eine Mahlzeit nach der anderen zu ersetzen. Ein sanfter Übergang ist es, wenn es vor zuerst vor und nach der Mahlzeit noch ein paar Schlucke Milch gibt und sich diese Milchmenge, aber auch die Stilldauer und Häufigkeit, nach und nach verkürzt. So kann sich der Verdauungstrakt des Babys nach und nach ganz behutsam umstellen.

Heuschnupfen bei Kindern

Allergisch Heuschnupfen bei Kindern

Während die einen sich freuen, wenn es draußen endlich grünt und blüht, ist es für andere eine regelrechte Plage, wenn der Heuschnupfen bei Kindern beginnt. Denn im Frühjahr fliegen in Unmengen Pollen umher und verleiden schon kleinen Kindern und Babys den Aufenthalt im Freien. Immerhin leidet circa jedes 6. Kind unter Heuschnupfen. Aber was tun – während der schönsten Jahreszeit den ganzen Tag zuhause bleiben, um möglichst nicht mit den lästigen Pollen in Berührung zu kommen? Das ist sicherlich auch nicht die richtige Lösung um Heuschnupfen bei Kindern zu vermeiden.

Was für Symptome treten im Zusammenhang mit Heuschnupfen bei Kindern auf?

Bei den meisten Kindern zeigt sich dies durch juckende Augen, Niesanfälle und Schnupfen, das heißt, dass die Nase entweder läuft oder aber zuschwillt und verstopft ist. Das Kind fühlt sich schwach und die Symptome treten auf, kurz nachdem es sich im Freien aufhält.

Was bedeutet überhaupt Heuschnupfen?

Heuschnupfen bei Kindern ist, wie alle anderen Allergien auch, eine Überreaktion des Körpers auf bestimmte Allergene. In dem Fall handelt es sich dabei um Pollen von Gräsern, Bäumen und Blüten. Hierbei werden Antikörper gebildet, wobei Histamin freigesetzt wird und schon kommt es zu einer allergischen Reaktion. Am meisten treten die Beschwerden natürlich immer dann auf, wenn gerade Blütezeit ist und Pollen herumfliegen. Leider ist das mitunter von März bis zum September der Fall. Im Frühjahr fliegen verstärkt Baumpollen, in den Sommermonaten Gräserpollen und im Spätsommer ist die Belastung der Luft durch Kräuterpollen am größten.

Wie entsteht Heuschnupfen bei Kindern?

Auch hier verhält es sich ähnlich wie bei anderen Allergien: Man vermutet eine Zusammenhang zwischen größer werdender Umwelt- und Luftverschmutzung, außerdem ist Heuschnupfen auch erblich. Wenn beide Eltern an Allergien leiden, ist das Kind weitaus gefährdeter, ebenfalls daran zu erkranken. Durch übertriebene Hygiene können viele Babys und Kinder ihr Immunsystem nicht richtig ausbilden, da sie hierbei einfach mit zu wenigen Krankheitserregern in Kontakt kommen. Ein Zuviel an Hygiene kann sich also sogar kontraproduktiv auf Allergien auswirken. Man hat sogar herausgefunden, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, deutlich seltener daran erkranken, als andere. Außerdem ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass Kinder aus Raucherfamilien mehr zu Allergien neigen, genau wie auch Kinder, die nicht 4-6 Monate lang voll gestillt wurden. Diese zwei Faktoren sind also eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme, damit Heuschnupfen bei Kindern verhindert werden kann.

Was kann man als Eltern dagegen tun?

Als erstes: zum Arzt oder Allergologen gehen! Wenn sich der Verdacht bestätigt, kann der Arzt die weitere Vorgehensweise entscheiden. Dies macht er meistens mit einem Allergietest, bei dem er zugleich herausfinden kann, wogegen genau das Kind allergisch reagiert. Mal abgesehen von Blütenpollen, können dies nämlich auch Tierhaare oder auch Hausstaubmilben sein. Dann haben die Eltern gleich Klarheit und können sich darauf einstellen, was gemieden werden sollte. An Medikamenten gibt es eine große Auswahl von leichteren Mitteln, wie juckreizstillende Augentropfen, über abschwellendes Nasenspray (welches allerdings auch mit Vorsicht zu genießen ist) bis hin zu schwereren Geschützen, wie Antihistaminika. Auch homöopathische Mittel können Linderung versprechen, sollten aber unbedingt von einem Homöopath oder Arzt verschrieben werden, der sich damit auskennt. Falls gar nichts hilft, kann der Nachwuchs ab einem Alter von circa 8 Jahren vom Arzt eine Desensibilisierung durchführen lassen.

Heuschnupfen bei Kindern – Tipps

Mit ein paar Tipps können Eltern sicherlich die schlimmste Zeit, wenn draußen alles blüht, etwas mildern. Zum Beispiel gilt es zu bedenken, dass morgens die meisten Pollen fliegen. Lüften sollte man daher das Kinderzimmer also lieber abends. Es gibt hierfür im Handel sogar spezielle Pollenschutzgitter. Außerdem gilt es, so wenige Pollen wie möglich von draußen ins Kinderzimmer mitzunehmen. Das bedeutet, die Kleidung vor dem Schlafengehen ausziehen und draußen lassen und abends immer Haare waschen. Im Internet kann man auf verschiedenen Wetter Info-Seiten genau ersehen, wann welche Pollen fliegen. Wenn es geregnet hat, ist die Pollenbelastung am geringsten. In Norddeutschland am Meer ist die Pollenbelastung übrigens auch deutlich geringer als in anderen Teilen Deutschlands. Deswegen wäre ein Urlaub im Norden vielleicht mal eine gute Alternative zum sonnigen Süden.