Baby richtig anlegen –  Aber wie?

Baby richtig anlegen – Aber wie?

Baby richtig anlegen – wieso so wichtig?

Es stimmt schon: Stillen ist die natürlichste Sache der Welt. Dennoch sind sich viele Schwangere unsicher, wenn es darum geht, das Baby richtig anzulegen. Das ist nur zu verständlich – denn woher sollten sie es auch wissen? Wenn es darum geht, das Baby richtig anzulegen, ist die Hebamme, die Stillberaterin oder die Kinderkrankenschwester im Krankenhaus die erste Ansprechpartnerin. Und die Wichtigkeit zu wissen, wie Sie das Baby richtig anlegen, sollte man keineswegs unterschätzen.

Das liegt vor allem daran, dass das Baby die Brustwarze in den Mund nimmt und dann mit ziemlich viel Kraft daran zieht – vor allem dann, wenn es keine korrekte Position hat. Zum Beispiel, wenn es einfach zu tief liegt und nicht mit der Brustwarze auf einer Höhe. Also ist es schon mal ausgesprochen wichtig, dass der Säugling nicht bei der Mutter auf dem Schoß liegt, sondern z.B. durch ein Kissen in eine etwas erhöhte Position kommt, so dass der Mund ganz bequem die Brustwarze zu fassen bekommt. Genauer gesagt, es liegt mit dem Kopf auf Höhe der Brust. Also – her mit den Kissen, besser noch wäre sogar ein Stillkissen, welches beliebig positionierbar ist und über eine ausreichende Dicke verfügt.

Verschiedene Positionen zum Baby richtig anlegen

Wenn man sich vor Augen hält, dass das Baby vor allem mit dem Unterkiefer die Milch aus der Brust herausdrückt, wird auch klar, warum es immer mal wieder in anderer Position angelegt werden sollte. Denn in der Brust befinden sich natürlich nicht nur an einer Seite die Milchdrüsen, sondern rundum. Wenn Baby immer nur an derselben Stelle die Milch herausdrücken würde, könnten sich an den anderen Stellen Schwellungen bilden. Es sollte also sinnvollerweise die Stillposition auch mal zwischendurch verändert werden – quasi im Kreis herum aber immer so, dass der Kopf auf Höhe der Brust bleibt. Das ist im Sitzen nicht immer möglich, im Bett im Liegen klappt es meist besser. Auch hier kann im Zweifelsfall sicherlich die Hebamme oder die Stillberaterin beim Baby richtig anlegen hilfreich zur Seite stehen.

Die richtige Position der Mutter

Klar, dass das Baby beim Stillen die richtigen Positionen haben sollte. Aber auch die Stillende sollte bequem sitzen! Alles andere könnte zu Verspannungen frühen oder – auch nicht besser – den Milchfluss unterbinden. Denn zu einem guten Milchfluss gehört unbedingt das sich-entspannen. Das heißt die Stillposition sollte für die Mutter so bequem wie möglich sein. Das Baby muss in der richtigen Position liegen und dort auch von alleine liegen bleiben, so dass die Stillende es nicht halten muss und beide Hände frei hat. So kann sie das Baby streicheln und verkrampft sich nicht. Der Rücken sollte gut gestützt sein, am einfachsten geht daher das Stillen – zumindest am Anfang der Stillzeit, bis sich eine gewisse Routine einstellt – auf der Couch mit diversen Kissen oder natürlich im Bett.

Wenn Sie sich beim Thema „Baby richtig anlegen“ immer noch nicht sicher sind, dann fragen Sie ihre Hebamme oder die Stillberaterin, dafür sind sie da!

Abstillen – aber richtig!

Abstillen – aber wie?

Wann ist es soweit fürs Abstillen? Auch die schönste Stillzeit geht irgendwann einmal vorbei und das ist gut so. So schön es auch ist, wenn das Baby an der Brust nuckelt, irgendwann wird es einfach Zeit für das Baby, sich „abzunabeln“, bei den Großen mitzuessen und von der Brust entwöhnt zu werden. Die Frage, die sich dabei stellt, ist natürlich nur: wann ist es soweit fürs Abstillen und wie stellt man das am besten an?

Gründe für das Abstillen

Die Gründe, um die Stillzeit so langsam zu ende gehen zu lassen, sind vielfältig. Manchmal ist es so, dass das Baby selber bestimmt, wann Schluss ist mit Nuckeln, einfach weil es das Interesse an der Brust verliert oder mehr Hunger hat und die Milch nicht mehr reicht. Manchmal braucht Baby die Brust der Mama auch nur noch zum Beruhigen oder für den kleinen Schluck zwischendurch. Oftmals ist aber auch die berufliche Situation der Mutter ausschlaggebend dafür, dass es erforderlich wird, das Baby abzustillen. Oder eine Erkrankung oder Medikamenteneinnahme hindert die Mutter daran, das Baby weiterzustillen. Was auch immer der Grund dafür ist: Das Abstillen sollte behutsam vonstatten gehen und, wenn möglich, sollte die Mutter auf ihr Gefühl und letztendlich auch auf ihr Baby hören. Einen „richtigen“ Zeitpunkt zum Abstillen gibt es nämlich nicht. Während sich das eine Baby vielleicht schon mit 6 Montan abstillt, gibt es auch andere Babys, die sogar mit 3 Jahren noch ab und zu an die Brust wollen. Das ist und bleibt eine ganz persönliche und individuelle Entscheidung, die niemand anders zu treffen hat als die Mutter und deren Baby. Die Stillkommission empfiehlt übrigens das volle Stillen des Babys bis Ende des 6. Lebensmonats und danach erst ein langsames Zufüttern. Oftmals ist das Baby dann gegen Ende seines ersten Lebensjahres ganz abgestillt. Aber eben nicht immer.

Der Abschied vom Stillen

Der einen Mutter fällt es ganz leicht, das Abstillen, unter anderem auch aus dem Grund, weil es für sie dann wieder viel größere Freiheiten und Unabhängigkeit bedeutet. Der anderen Mutter fällt es eher schwer, ihr Baby „loszulassen“ und die intime Stillbeziehung zu beenden. Aber solche Situationen wird es im Lauf des Kinderlebens immer wieder geben: Phasen, in denen es sich abnabelt und einen Schritt weiter nach vorne macht – sei es nun das Abstillen, das Laufen lernen, das in den Kindergarten gehen oder die Einschulung. Ganz klar, es ist ja eigentlich genau das, was man als Eltern will: Dass das Kind irgendwann zu einem eigenständigen Menschen heranwächst und dazu gehört eben auch, dass es sich irgendwann mal von der Mutterbrust verabschiedet und am Tisch mitisst.

Abstillen – möglichst sanft

Am einfachsten geklappt das Abstillen, wenn das Baby es selbst so will. Schwieriger wird es bei Kindern, die immer wieder, und sei es auch nur zum Beruhigen, an Mamas Brust wollen. Auf jeden Fall ist es beim Abstillen so, dass aufgrund des geringen Nuckelns und des sinkenden Hungers an der Brust – denn das Baby bekommt zu dem Zeitpunkt ja schon Brei – auch das Angebot an Milch sinkt. Irgendwann kommen also nur noch ein paar Tropfen Milch, die das Kind nicht mehr sättigen, sondern das Nuckeln hat dann wirklich nur noch einen beruhigenden Effekt. Je länger die Mutter sich Zeit lassen kann mit dem Abstillen, desto sanfter geht es meistens auch vonstatten. Ideal wäre es, über Wochen und Monate nach und nach eine Mahlzeit nach der anderen zu ersetzen. Ein sanfter Übergang ist es, wenn es vor zuerst vor und nach der Mahlzeit noch ein paar Schlucke Milch gibt und sich diese Milchmenge, aber auch die Stilldauer und Häufigkeit, nach und nach verkürzt. So kann sich der Verdauungstrakt des Babys nach und nach ganz behutsam umstellen.

Heuschnupfen bei Kindern

Allergisch Heuschnupfen bei Kindern

Während die einen sich freuen, wenn es draußen endlich grünt und blüht, ist es für andere eine regelrechte Plage, wenn der Heuschnupfen bei Kindern beginnt. Denn im Frühjahr fliegen in Unmengen Pollen umher und verleiden schon kleinen Kindern und Babys den Aufenthalt im Freien. Immerhin leidet circa jedes 6. Kind unter Heuschnupfen. Aber was tun – während der schönsten Jahreszeit den ganzen Tag zuhause bleiben, um möglichst nicht mit den lästigen Pollen in Berührung zu kommen? Das ist sicherlich auch nicht die richtige Lösung um Heuschnupfen bei Kindern zu vermeiden.

Was für Symptome treten im Zusammenhang mit Heuschnupfen bei Kindern auf?

Bei den meisten Kindern zeigt sich dies durch juckende Augen, Niesanfälle und Schnupfen, das heißt, dass die Nase entweder läuft oder aber zuschwillt und verstopft ist. Das Kind fühlt sich schwach und die Symptome treten auf, kurz nachdem es sich im Freien aufhält.

Was bedeutet überhaupt Heuschnupfen?

Heuschnupfen bei Kindern ist, wie alle anderen Allergien auch, eine Überreaktion des Körpers auf bestimmte Allergene. In dem Fall handelt es sich dabei um Pollen von Gräsern, Bäumen und Blüten. Hierbei werden Antikörper gebildet, wobei Histamin freigesetzt wird und schon kommt es zu einer allergischen Reaktion. Am meisten treten die Beschwerden natürlich immer dann auf, wenn gerade Blütezeit ist und Pollen herumfliegen. Leider ist das mitunter von März bis zum September der Fall. Im Frühjahr fliegen verstärkt Baumpollen, in den Sommermonaten Gräserpollen und im Spätsommer ist die Belastung der Luft durch Kräuterpollen am größten.

Wie entsteht Heuschnupfen bei Kindern?

Auch hier verhält es sich ähnlich wie bei anderen Allergien: Man vermutet eine Zusammenhang zwischen größer werdender Umwelt- und Luftverschmutzung, außerdem ist Heuschnupfen auch erblich. Wenn beide Eltern an Allergien leiden, ist das Kind weitaus gefährdeter, ebenfalls daran zu erkranken. Durch übertriebene Hygiene können viele Babys und Kinder ihr Immunsystem nicht richtig ausbilden, da sie hierbei einfach mit zu wenigen Krankheitserregern in Kontakt kommen. Ein Zuviel an Hygiene kann sich also sogar kontraproduktiv auf Allergien auswirken. Man hat sogar herausgefunden, dass Kinder, die auf Bauernhöfen aufwachsen, deutlich seltener daran erkranken, als andere. Außerdem ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass Kinder aus Raucherfamilien mehr zu Allergien neigen, genau wie auch Kinder, die nicht 4-6 Monate lang voll gestillt wurden. Diese zwei Faktoren sind also eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme, damit Heuschnupfen bei Kindern verhindert werden kann.

Was kann man als Eltern dagegen tun?

Als erstes: zum Arzt oder Allergologen gehen! Wenn sich der Verdacht bestätigt, kann der Arzt die weitere Vorgehensweise entscheiden. Dies macht er meistens mit einem Allergietest, bei dem er zugleich herausfinden kann, wogegen genau das Kind allergisch reagiert. Mal abgesehen von Blütenpollen, können dies nämlich auch Tierhaare oder auch Hausstaubmilben sein. Dann haben die Eltern gleich Klarheit und können sich darauf einstellen, was gemieden werden sollte. An Medikamenten gibt es eine große Auswahl von leichteren Mitteln, wie juckreizstillende Augentropfen, über abschwellendes Nasenspray (welches allerdings auch mit Vorsicht zu genießen ist) bis hin zu schwereren Geschützen, wie Antihistaminika. Auch homöopathische Mittel können Linderung versprechen, sollten aber unbedingt von einem Homöopath oder Arzt verschrieben werden, der sich damit auskennt. Falls gar nichts hilft, kann der Nachwuchs ab einem Alter von circa 8 Jahren vom Arzt eine Desensibilisierung durchführen lassen.

Heuschnupfen bei Kindern – Tipps

Mit ein paar Tipps können Eltern sicherlich die schlimmste Zeit, wenn draußen alles blüht, etwas mildern. Zum Beispiel gilt es zu bedenken, dass morgens die meisten Pollen fliegen. Lüften sollte man daher das Kinderzimmer also lieber abends. Es gibt hierfür im Handel sogar spezielle Pollenschutzgitter. Außerdem gilt es, so wenige Pollen wie möglich von draußen ins Kinderzimmer mitzunehmen. Das bedeutet, die Kleidung vor dem Schlafengehen ausziehen und draußen lassen und abends immer Haare waschen. Im Internet kann man auf verschiedenen Wetter Info-Seiten genau ersehen, wann welche Pollen fliegen. Wenn es geregnet hat, ist die Pollenbelastung am geringsten. In Norddeutschland am Meer ist die Pollenbelastung übrigens auch deutlich geringer als in anderen Teilen Deutschlands. Deswegen wäre ein Urlaub im Norden vielleicht mal eine gute Alternative zum sonnigen Süden.

Allergische Reaktion beim Kind – was tun?

Allergische Reaktion beim Kind – was tun?

Allergien und die damit verbundene allergische Reaktion sind heutzutage auch schon bei Kindern leider fast eher die Regel als die Ausnahme. Nicht immer schaffen es die Eltern, trotz aller Vorsichtmaßnahmen, wie beispielweise das Stillen, so vorzubeugen, dass dieser Kelch an ihnen, bzw. an ihrem Nachwuchs vorbeigeht. Bei manchen Kindern ist die Allergie eher nur schwach ausgeprägt, andere trifft es mit voller Wucht, wenn erst einmal der Kontakt zu den Allergenen gegeben ist.

Wenn ein Kind eine heftige allergische Reaktion erleidet, kann schnelles Handeln erforderlich sein. Im schlimmsten Fall geht es hierbei sogar um Leben und Tod. Beispielsweise ist ein Bienenstich bei einer bestehenden Insektengiftallergie alles andere als auf die leichte Schulter zu nehmen. Wichtig ist, dass Eltern sich darüber beim behandelnden Arzt Auskunft einholen und sich genau erklären lassen, wie sie sich im Falle eines Falles am besten verhalten sollen. Eine allergische Reaktion kann sogar bis zum anaphylaktischen Schock führen, der begleitet wird von Atemnot, Schwindel, Herzrasen und Kreislaufversagen.

Wie entsteht eigentlich eine so schwere allergische Reaktion?

Der Körper ist in diesem Fall auf verschiedene Stoffe aus der Umwelt überempfindlich – man nennt diese Stoffe Allergene. Das Immunsystem des Betroffenen bildet dabei Antikörper und diese versuchen, die Allergene zu bekämpfen. Genau diese Reaktion des Abwehrsystems kann zu einem mehr oder weniger heftigen Allergieanfall  führen.

Wie verhält man sich bei einer schweren allergischen Reaktion?

Sollte sich so ein Anfall abzeichnen, ist am besten, unmittelbar der Notarzt zu rufen. Das Kind sollte nicht alleine gelassen werden und falls es bereits vom Arzt für diesen Fall Medikamente verordnet bekommen hat, sollte es diese verabreicht bekommen.

Worauf sind Kinder am häufigsten allergisch?

Die häufigsten Allergien betreffen Tierhaare, Insektengifte, Hausstaubmilben, Pollen und Lebensmittel wie Kuhmilch, Eier oder Nüsse. Problematisch ist hierbei das darin enthaltene Eiweiß.

Wie beugt man einer solchen heftigen Reaktion vor?

Am besten, indem man alles, wogegen das Kind allergisch ist, vermeidet. Mittlerweile wird empfohlen, dem Kind schon im 2. Lebenshalbjahr möglichst viele verschiedene Lebensmittel zu füttern, um es abwechslungsreich zu ernähren. Das gilt allerdings nicht für Lebensmittel, die allergieauslösend sind wie Fisch, Ei oder Nüsse. Zumindest ist man sich hierin noch uneinig. In vielen Fertigprodukten stecken unnötige Zusatzstoffe, die eine allergische Reaktion hervorrufen können. Am allerbesten ist also immer noch das Selberkochen, denn dann weiß man ganz genau, was im Essen steckt. Ansonsten ist es wichtig, jedes Etikett auf Lebensmitteln vor dem Kauf genauestens zu studieren – je weniger Zutaten und vor allem je weniger Zusätze, umso besser. Kinder, die Probleme haben mit Pollen oder Milben, sollten keine Staubfänger im Zimmer haben, noch besser wäre es, in der ganzen Wohnung darauf zu verzichten. Alles, was nass gewischt werden kann ist besser, als beispielsweise Teppiche. Kuscheltiere sollten zudem regelmäßig gewaschen werden.

Hilfe gegen Allergie mit alternativen Methoden

In Rücksprache mit dem behandelnden Schulmediziner kann vielleicht auch eine alternative Therapie den gewünschten Erfolg bringen und die Allergie verbessern, bzw. die Symptome lindern. Erfolg versprechend sind z.B. Homöopathie, Biosresonanz, Akupunktur oder auch Bachblütentherapie. Ganz wichtig ist aber dennoch, diese Therapie immer auch mit dem Arzt durchzusprechen und sich in die Hände eines Fachmanns zu begeben! Hat Ihr Kind einmal eine heftige allergische Reaktion, ist damit nicht zu spaßen.

Nahrungsmittelallergie bei Kindern

Nahrungsmittelallergie bei Kindern

Eine Nahrungsmittelallergie tritt bei Kindern leider bereits in jungen Jahren sehr häufig auf. Trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen lässt es sich leider nicht immer verhindern, dass schon Babys und Kleinkinder an einer Allergie erkranken. Häufig sind vor allem Allergien gegen die verschiedensten Nahrungsmittel. Die Eltern stellt dies häufig vor eine echte Herausforderung. Wenn man aber ein paar Dinge beachtet, ist so eine Nahrungsmittelallergie zwar unangenehm, aber durchaus in Schach zu halten.

Woran erkennt man eigentlich eine Nahrungsmittelallergie?

Das kann sich an ganz unterschiedlichen Dingen bemerkbar machen. Die einen bekommen Ausschläge, die anderen Schnupfen, Atemnot, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen etc. Wenn die Eltern den Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie haben, sollten sie zuallererst zum Kinder- oder zum Hautarzt gehen. Oft denkt man auch nicht gleich an eine Allergie, sondern eher an eine andere Krankheit, denn nicht immer ist es einfach, einen Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensmitteln und Reaktionen zu erkennen. Am allerhäufigsten sind Babys gegen Kuhmilch allergisch, häufig sind auch Eiweiß (vom Hühnerei) und Nüsse sowie Fisch problematisch.

Was macht der Kinderarzt?

Dieser wird bei bestehendem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie eine Anamnese machen und wenn erforderlich, das Kind an einem Spezialisten verweisen. Entweder zu einem Hautarzt, einem Allergologe oder aber zum einem Magen-Darm Spezialisten, der bei einem Verdacht auf Nahrungsmittelunverträglichkeit möglicherweise einen Test durchführt, ob eine Laktose- oder Fruktose-Unverträglichkeit vorliegt. Im Zweifelsfall wird er eine Diät verordnen, bei der genau die unter Verdacht stehenden Lebensmittel, die Allergien auslösen könnten, erst einmal weggelassen werden müssen. Erst nach einiger Zeit dürfen diese Lebensmittel nach und nach wieder in den Speiseplan aufgenommen werden.

Das erfordert natürlich von den Eltern einiges an Aufmerksamkeit sowie Konsequenz. Denn gerade Milch oder Spuren von Eiern und Nüssen verstecken sich in enorm vielen Lebensmitteln. Das bedeutet, künftig alle Zutatenlisten hinten auf den Produktetiketten genauestens zu lesen oder im Zweifelsfall alles selber herzustellen.

Nahrungsmittelallergie Zöliakie

Auch Zöliakie, eine Unverträglichkeit von Gluten, tritt im Kindesalter häufig auf. Hierbei muss das Kind komplett auf Getreideprodukte verzichten – das bedeutet keinen Weizen, keinen Roggen, keinen Hafer und keinen Dinkel. Auch das erfordert eine gründliche Umstellung des Speiseplans.

Wie kann man mit einer Nahrungsmittelallergie problemlos leben?

Viele Kinder leiden an Allergien, zumindest ist das ein gewisser Trost. In jedem Fall müssen betroffene Eltern vor allem dann, wenn sie das Kind in die Obhut von anderen geben, wie etwa bei Kindergeburtstagen, in der Kindertagesstätte oder im Kindergarten immer darauf achtgeben und auch mit den Betreuungspersonen durchsprechen, was das Kind essen darf und was nicht. Das mag zwar mitunter ganz schön hart für den Nachwuchs sein, lässt sich aber nun einmal leider nicht ändern. Ideal ist es, wenn die Eltern dem Kind dann einfach das, was es ohne Probleme essen kann oder darf gleich mitgeben, so dass es nicht zuschauen muss, wenn die anderen Kinder lauter Leckereien verspeisen.

Aber auch wenn das Kind unter einer oder mehreren Allergien leidet, kann der Speiseplan durchaus abwechslungsreich und gesund sein, es macht eben einfach nur etwas mehr Mühe beim Einkaufen und bei der Zubereitung. Bei einer Nahrungsmittelallergie kann der Arzt oder auch ein Spezialist für Diäten genaue Auskunft geben, was gegessen werden darf und was nicht und was sich möglicherweise worin versteckt.

Außerdem tritt eine Nahrungsmittelallergie nicht bei jedem Kind gleich stark auf. Das eine verträgt manche Nahrungsmittel möglicherweise nur in rohem Zustand nicht, dafür aber sehr wohl gekocht, das andere ist gegen jegliche Art davon allergisch und zeigt auch schon beim Verzehr von kleinsten Mengen allergische Reaktionen.

Ein Leben mit Allergien ist also durchaus möglich, es erfordert allerdings ein Umdenken – und oftmals ist so eine Nahrungsmittelallergie ja glücklicherweise auch vorübergehend.

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